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Tablet-Betriebssysteme und was sie können

Tablet-PCs gibt es schon lange, doch erst mit dem iPad von Apple im Jahr 2010 gelang dieser Geräteklasse der Durchbruch. Mittlerweile gibt es eine  Vielzahl von Geräten auf dem Markt. Bestimmend sind die drei Betriebssysteme iOS von Apple, Googles Android und Microsofts Windows. Wir zeigen Ihnen, wo die Vor- und Nachteile der drei Betriebssysteme und der damit ausgestatteten Tablets liegen.

Apples iPad mit iOS

Das iPad mit Apples iOS ist der Platzhirsch unter den Tablets. Das bereits von iPhone und iPod Touch bekannte mobile Betriebssystem iOS kommt auch beim iPad zum Einsatz. Über den App Store hat man Zugriff auf Apps – mit denen man die Funktionen des iPad erweitern kann. So gibt es Office-Programme, Spiele, Web-TV-Apps und vieles mehr. Das Betriebssystem ist übersichtlich strukturiert und – typisch für Apple – sehr einsteigerfreundlich. Gerade beim iPad 2 ist die Rechenleistung sehr üppig und für mobile Anwendungen mehr als ausreichend.

Das System erlaubt aber keinen direkten Zugriff auf das Dateisystem, weswegen beim iPad auch nicht von einem Tablet-PC gesprochen wird. Der restriktive Umgang mit Möglichkeiten des Nutzereingriffs hinterlässt manchmal einen etwas hilflosen Eindruck beim Nutzer, denn ist eine Funktion nicht implementiert oder per App verfügbar, ist man machtlos. Das proprietäre Betriebssystem lässt die Nutzung von Flash nicht zu, was gerade bei im Internet bei vielen Anwendungen und Videos für Frust sorgt, denn hier sieht man am iPad nur eine leere Fläche. Begrenzt ist nicht das System, sondern auch der Hardware-Zugang. Der Speicher kann nicht erweitert werden, an Steckplätzen finden sich beim iPad 2 nur das Dock, ein Sim-Kartenslot und ein HDMI-Ausgang. USB-Sticks oder Micro-SD-Karten lassen sich nicht anschließen. Telefonieren kann man nur per Voice over IP.

Android-Tablets: Herstellervielfalt

Wie bei den Smartphones auch ist Googles Android auf vielen Geräten unterschiedlicher Hersteller zu finden. Seit Android 3.0 haben auch Tablet-Nutzer Zugriff auf den Android-Market, auf dem es hunderttausende Apps zum Herunterladen gibt. Hier kann Android mittlerweile mit iOS und dem Apple App Store mithalten. Das Betriebssystem ist als Open-Source-System konzipiert, es ist also sehr flexibel. Apps kann man außerdem aus verschiedenen Quellen beziehen, nicht nur aus einem App Store. Android-Tablets sind multitaskingfähig und können Flash-Videos abspielen und dank der Herstellervielfalt gibt es auch auf der Hardwareseite kaum Einschränkungen. Einige Tablets wie das Samsung Galaxy Tab können auch zum Telefonieren verwendet werden, ohne den Umweg über VoIP nehmen zu müssen.

Allerdings bringt die Vielfalt an Geräten auch Nachteile mit sich. So unterscheiden sich die Angebote sehr nach Preis und Qualität. Auch ist nicht bei jedem das Betriebssystem auf die gleiche Weise nutzbar, bei manchen Android-Tablets fehlt gar der Zugriff auf den Android Market. Gerade Android-Tablets im unteren Preissegment beherbergen oft veraltete Hardware.

Windows-Tablets sind kleine PCs

Windows-Tablets verdienen eher den Namen Tablet-PC, denn im Gegensatz zu iOS- oder Android-Geräten basieren sie auf einem x86-Prozessor und nähern sich dem Tablet sozusagen eher von der PC-Seite an anstatt von der Smartphone-Seite. Auf den älteren Windows-Tablets läuft Windows 7, also das gleiche Betriebssystem wie auf vielen Desktop-PCs. Die Software ist ebenfalls die gleiche. Windows-Tablets lassen sich einfach konfigurieren und sind Multitasking-fähig.

Da das System aber vom PC stammt, ist die Bedienung nicht perfekt auf die Berührungssteuerung  per Finger abgestimmt und wirkt daher nicht so intuitiv und flüssig wie auf iOS- oder Android-Geräten.

Autor: FN